Tantum und Jugendschutz im Adult Entertainment

Gesamtlösung für AVS wird schon bald unumgänglich sein

Es gibt sie seit Jahrzehnten im Kino, bei der Anmeldung im Fitness-Studio und sogar in jedem Supermarkt. Nur im Internet hat sich bisher keine branchenübergreifende Regelung etabliert. Die Rede ist von einem Altersnachweissystem. Vor allem Erotik-Anbieter fallen dabei häufig negativ auf und geraten so ins Visier von Aufsichtsbehörden. Und das nicht ohne Grund: Denn kostenlose Erotik-Seiten wie Pornhub oder xHamster gehören zu den beliebtesten Webseiten Deutschlands. Aber auch die weniger bekannten Anbieter finden sich in dieser Liste. Laut einer Auswertung von Similarweb (top-websites in germany) interessieren sich mehr Menschen für xHamster als für Netflix, Twitch oder Tagesschau.

Es verdeutlicht, wie wichtig Jugendschutz im digitalen Zeitalter ist. Denn jeder zweite Jugendliche im Alter von 13 Jahren hatte bereits Kontakt mit sexuellen Medieninhalten (Uni Hohenheim – Pressemitteilung). Doch der Gedanke an das ständige Vorzeigen des Personalausweises bereitet sowohl den Betreibern als auch den Nutzern keine Vorteile. User fürchten den Verlust der Anonymität. Content-Anbieter sehen darin wiederum starke Traffic- und Umsatzeinbußen.

Dass diese beiden Sorgen unbegründet sind, beweist Tantum. Die patentierte Gesamtlösung wurde bereits von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) positiv bewertet (KJM bewertet weiteres Konzept zur Altersverifikation positiv). Das Konzept bietet sowohl Unternehmen als auch Usern zahlreiche Vorteile. Erstere haben dank Tantum ein rechtssicheres und regelmäßig aktualisiertes Altersverifikationssystem (AVS). User hingegen behalten die gewohnte Anonymität und schnellen Zugriff auf die Inhalte.

Plattformen setzen auf Ehrlichkeit

Behörden fordern dagegen Regulierungen

Stellen Video-Plattformen oder Websites Inhalte zur Verfügung, tragen sie dafür die Verantwortung. Sie sind gemäß § 4 Abs. 2 S. 2 Jugendmedienschutz-Staats-vertrags (JMStV) verpflichtet sicherzustellen, dass pornografische Inhalte nur für volljährige Nutzer zugänglich sind. Diese Verantwortung nehmen nur die wenigsten Anbieter wahr.

Kinder und Jugendliche können aktuell mit nur wenigen Klicks von dem Lieblingszeichentrick zur Erotik-Seite wechseln. Und da immer mehr ein eigenes Smartphone besitzen, steigt die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios. Landen sie auf einer Adult-Plattform, sieht das AVS häufig so aus: Es wird die Frage gestellt, ob sie bereits volljährig sind oder nicht. Klicken sie auf „JA“, haben sie in Sekunden Zugriff auf nicht jugendfreie Inhalte. Eine solche Abfrage hat offensichtliche Schwächen. Genau deshalb bemängeln Aufsichtsbehörden wie die KJM diesen einfachen Zugriff auf 18+ Inhalte. Ihre Forderung: Ein AVS muss bei jedem Zugriff vorgeschaltet werden. Nur so können Nutzer verifiziert und Minderjährige geschützt werden.

Deutschland legt vor und die EU zieht mit

AVS demnächst eine europaweite Vorgabe?

Ein AVS gehört für deutsche Anbieter schon lange zum Tagesgeschäft, aber auch auf europäischer Ebene deutet alles auf eine kommende AVS-Pflicht hin. Dafür setzt sich die European Regulators Group for Audiovisuell Media Services (ERGA) ein. Es handelt sich dabei um ein Beratungsgremium, welches die EU bei der Umsetzung und Anwendung der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD) unterstützt.

Der Vorsitzender der ERGA ist Dr. Tobias Schmid (ohne-perso-kein-porno), der gleichzeitig auch den Direktorenposten der Landesmedienanstalt NRW innehat. Er setzt sich seit Jahren für eine strengere Kontrolle von Erotik-Portalen im Internet ein. Seine Forderung: Auch Adult-Plattformen müssen sich an den Jugendmedienschutz halten. Tun sie das nicht, droht rechtlicher Ärger. Gegen mehrere Portale wurden daher bereits Verfahren eingeleitet. Der regulatorische Wind wird somit für alle Erotik-Marktteilnehmer rauer. Je früher sich Plattformen also mit einer AVS-Einbindung auseinandersetzen, desto höher kann ihr Wettbewerbsvorteil in der Zukunft sein.

Anforderungen an eine Altersüberprüfung

Spannung vorprogrammiert: sexuelle Vorlieben im rechtlichen Kontext

Einige der großen Erotik-Plattformen haben bereits eine Altersüberprüfung etabliert. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um eine Teillösung ( Regulatorische Perspektive: Teil- oder Komplettlösung?). Die KJM beäugt diese jedoch kritisch. Eine Kontoeröffnung sieht in der Regel folgendermaßen aus: Über einen Video-Chat nehmen neue User Kontakt zu einem Call-Center-Mitarbeiter auf. Dieser gleicht die Ausweisdokumente ab und erteilt eine Freigabe. Sind die Nutzer erst verifiziert, sind sie Teil einer „geschlossenen Gruppe“. Dieser Ausdruck steht für eine Nutzer-Kategorisierung im Rahmen von Altersverifikation im Internet. So dürfen beispielsweise nur Mitglieder der geschlossenen Gruppe auf bestimmte Inhalte zugreifen.

Der Haken an einer solchen Teillösung: Ist der Account einmal erstellt und der Inhaber freigegeben, findet keine weitere Verifikation mehr statt. Der User kann die Zugangsdaten ohne Probleme an minderjährige Dritte weitergeben. Auf diese Weise wird der Datenmissbrauch erleichtert. Erotik-Plattformen droht so rechtlicher Ärger. Ein weiteres und oft vernachlässigtes Problem ist die massive Beeinträchtigung der User-Journey. Der Konsum von erotischen Inhalten ist für Viele ein sensibles Thema. Dieses Vorhaben bei einem Call-Center-Mitarbeiter offenzulegen, schreckt ab. Und damit nicht genug: Die KJM schreibt eine Altersverifikationen vor, die sogar einen Schritt weitergeht. So muss bei jeden neuen Login die Person aufs Neue verifiziert und ihr Alter überprüft werden.

Rechtliche Schlupflöcher werden kleiner

Anonymer und sicherer Zugang sollte das Ziel sein

Plattformen, die FSK 18 Inhalte verbreiten und Jugendschutzanforderungen nicht erfüllen, gelten als jugendgefährdend. Deutschland ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Taktgeber. Und die EU folgt häufig dem deutschen Vorbild. Ein Firmensitz in Holland wird Betreiber beispielsweise schon bald nicht mehr vor strengeren Regulierungen retten können. Sie müssen Sanktionen oder die Gefahr komplett blockiert zu werden in Kauf nehmen.

Damit es für Adult-Plattformen nicht so weit kommt, gibt das AVS-Raster (Technischer_Jugendmedienschutz-KJM) der KJM einen Rahmen für eine Altersüberprüfung vor. Dabei muss die Plattform die Nutzerverifikation in zwei miteinander verbundenen Schritten sicherstellen:

Schritt Nr. 1: Die Person muss identifiziert und als volljährig eingestuft werden.

Schritt Nr. 2: Die Authentifizierung muss bei jedem neuen Login stattfinden.

Wird die Person also einmal verifiziert, darf sie laut KJM nur einen Einmalschlüssel für den Zugang zur Plattform erhalten. Bei einem wiederholten Login muss daher eine erneute Verifikation stattfinden. Übertragen auf das Call-Center Beispiel bedeutet es folgendes: Alle User müssen sich jedes Mal neu ausweisen und in einen Video-Call verifizieren lassen. Ein Aufwand also, der den Nutzern genauso wenig gefallen wird wie den Plattformen.

Damit es nicht dazu kommen muss, hat Tantum eine One-Stop-Lösung entwickelt. Sie macht diese Prozesse der erneuten Verifizierung schnell und benutzerfreundlich und bleibt dabei voll KJM-konform. Plattformen profitieren von flexiblen Preisgestaltungen, die Sicherheit und Nutzer von den unkomplizierten Verifizierungsmöglichkeiten und der anonymen Altersverifikation.

AVS von TantumPay

Nutzer und Plattformen profitieren

Aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung werden die Jugendschutzmaßnahmen in Zukunft tendenziell eher verstärkt. Damit steigen die Komplexität der Vorgaben und somit auch die Herausforderungen für Unternehmen. Tantum hat deshalb ein System maßgeschneidert, das sich genau diesem Problem stellt. Die Lösung ist komplett digital und kann jederzeit und überall angewandt werden. Menschliches Eingreifen in die Verifikation – beispielsweise durch einen Call-Center-Mitarbeiter – erübrigt sich.

Die Benutzeridentifizierung geschieht mithilfe der TantumPay-App. Eine patentierte KI-Technologie scannt dabei das Ausweis-Dokument und gleicht es anhand der Liveness-Erkennung sowie biometrischer Daten ab. Ein direkter Kontakt zu einem externen Mitarbeiter ist nicht mehr notwendig. Unternehmen sparen dadurch Geld, da sie nicht mehr Verifikations-Teams bezahlen müssen. Und Nutzern wiederum umgehen eine mögliche Scham durch persönlichen Kontakt zu einem Call-Center-Mitarbeiter.

Die Altersverifikation geschieht vollkommen anonym: Eine zusätzliche Sicherheitsebene von Tantum macht die Weitergabe von persönlichen Daten an die Erotik-Plattform überflüssig. Eine Verbindung zu der jeweiligen Website wird nirgendwo direkt sichtbar sein. Tantum übernimmt die Altersbestätigung sowie Authentifizierung und erteilt lediglich die Auskunft, dass der jeweilige Nutzer auch wirklich volljährig ist, dabei werden keine personenbezogenen Daten des Users an die Erotik-Seite weitergeben.

Auch wenn 1.000 Verifikationen gleichzeitig anstehen, erledigen die Algorithmen den Aufwand in nur wenigen Augenblicken. Tantums Lösung lässt sich problemlos skalieren und damit auf die jeweilige Plattform anpassen. Warteschleifen bei einem Call-Center gehören damit der Vergangenheit an. Für wiederholte Anmeldungen muss lediglich ein QR-Code mithilfe der TantumPay-App gescannt werden. Ein solche Gesamtlösung reduziert die Bounce Rate und steigert die Loyalität zum jeweiligen Anbieter. Das Ziel von Tantum ist es, Usern die Kontrolle über ihre persönlichen Daten zu geben und dabei gleichzeitig ihre Anonymität aufrechtzuerhalten.

Die hohen Zugriffszahlen auf Erotik-Seiten belegen ein starkes Interesse für sexuelle Inhalte innerhalb unserer Gesellschaft. Tantum hilft die Anonymität sowie Intimität der Nutzer aufrechtzuerhalten und Minderjährige zu schützen.

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